Erinnerung an die Wurzeln

Hammerthaler Knappenverein Witten

Hammerthaler Knappen übergaben Info-Tafel

Vor mehr als 125 Jahren wurde der Hammerthaler Knappenverein von Bergleuten der Zeche „Vereinigte Hammerthal“ gegründet.

Helmut Stracke,
 der Vorsitzende des Hammerthaler Knappenvereins (links),
 übergab die Info-Tafel in Gegenwart von Karl Ackermann als Vertreter des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier (3. von links) der Öffentlichkeit.Dieses Bergwerk war bereits 1831 in Betrieb. 1890 wurden mit 35 Beschäftigten rund 5600 Tonnen Kohle gefördert. 1913 wurde es von der Zeche„Blankenburg“ übernommen, auf der zuletzt 142 Kumpel beschäftigt waren, ehe sie 1925 stillgelegt wurde. Auf Initiative von Helmut Stracke, dem Vorsitzenden des Hammerthaler Knappenvereins, wurde jetzt gemeinsam mit dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e:V. eine Informationstafel aufgestellt,  die an die bergbauliche Vergangenheit im Hammertal erinnern soll. Vor dem heute noch erhaltenen Feinkohlebunker mit Maschinenhaus auf dem alten Zechengelände übergab Helmut Stracke diese Tafel der Öffentlichkeit. Er dankte dem heutigen Eigentümer des Geländes, Bergassessor Günter Keßler, für die Genehmigung, diese kostenfrei hier aufzustellen, und dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung. Stracke erinnerte daran, dass die Vereinsgeschichte eng mit „Blankenburg“ verbunden ist: „Man half sich gegenseitig in Notlagen; bei Krankheit, Invalidität und Tod gab es finanzielle Unterstützung. Es gehörte aber auch zur Kultur, Freizeit gemeinsam zu verbringen, Feste zu feiern und bergmännische Tradition zu pflegen.“

Quelle: DER HERBEDER 282 September/Oktober 2016