Jahreshauptversammlung

Hammerthaler Knappenverein Witten

Es war eine ganz besondere Jahreshauptversammlung, zu der sich die Hammerthaler Knappen am Freitag, 26. Januar im Vereinslokal „Haus Hammerthal“ zusammenfanden.

Blick in den Versammlungsraum

 

Rund 40 der fast 100 Mitglieder waren gekommen, um den 1. Vorsitzenden Helmut Stracke zu verabschieden, der sich nach 30 (!) Jahren nicht mehr zur Wiederwahl stellte.

Werner Jacob sprach den Dank im Namen des Vorstandes und der Mitglieder aus; er überreichte ein Fotobuch und eine Grubenlampe mit Widmung als Erinnerung an erfolgreiche Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit zur Bewahrung der bergmännischen Traditionen in unserer Region.

Vor Zeiten „anno dunnemal“
fand Bergbau statt im Hammertal;
bereits vor fast 200 Jahren
sind hier die Kumpel eingefahren.

Um füreinander da zu sein,
gründeten sie den Verein
mit Namen „Hammerthaler Knappen“.

Die Zielerfüllung konnte klappen,
bis der Bergbau ging verschütt
als dicht gemacht der letzte Pütt,
und schlussendlich nur noch sieben
Vereinsmitglieder sind verblieben.

Als man begann zu diskutieren,
den Verein zu liquidieren,
dachte sich der Helmut Stracke:
„das zu machen wär’ doch ... schade!“

Die Traditionen zu erhalten,
und um diese zu gestalten,
tat er nicht kleckern, sondern klotzen,
um den Verein neu aufzumotzen.

Und siehe da, die Sache macht sich:
1987
hast Du den Impuls gegeben,
den Verein erweckt zu neuem Leben!

Es folgten 30 wunderbare
ereignisreiche Knappenjahre:

Man reibt die Augen sich verwundert:
die Mitgliedszahl wuchs gegen hundert!
Hervorgehoben beispielhaft
sei für das, was Du geschafft:

Die Fahne, die in dieser Zeit,
wurde feierlich geweiht,
und mit Dein Werk sind ohne Frage
auf Nachtigall die Knappentage.

In der Chronik nachzulesen
ist, was sonst noch ist gewesen;
darin ist lückenlos belegt,
wie Du den Verein geprägt!

Wirst Du nun von der Bühne geh’n,
Dein Lebenswerk – es bleibt besteh’n!
Sei stolz auf Deinen Lebenslauf!

Glück auf!

Die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Gronau

 

Die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Gronau überbrachte die Grüße und Wünsche von Stadt und Bürgermeisterin.

Verehrte Knappen, Glück auf!

In diesem Jahr 2018 geht eine Ära zu Ende: Nach rund 200 Jahren endet – mit der Schließung der beiden letzten Zechen (Prosper Haniel in Bottrop und das Bergwerk Ibbenbüren)  -  der Steinkohlebergbau in Deutschland.

... und es endet eine weitere denkwürdige Ära: Nach 30 Jahren stellt sich Helmut Stracke nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender des Hammerthaler Knappenvereins.

30 Jahre! Eine lange Zeit! Ganze 7 Mitglieder zählte der 1890 gegründete Verein 1986 noch und stand kurz vor seiner Auflösung. „Das kann nicht sein!“ beschloss Helmut Stracke und ergriff die Initiative: Kurz entschlossen – wie es seine Art ist – ludt er das „Fähnlein der 7 Aufrechten“ zu sich nach Hause ein ... und keiner kam?! Aber hartnäckig – wie es ebenfalls seine Art ist – beschloss er, den Verein wieder nach vorn zu bringen, stellte sich zur Wahl und wurde am 15. Mai 1987 zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Es grenzt an ein Wunder: Die Mitgliederzahl wuchs an und erreichte einen Höchststand von – sage und schreibe – rund 100 Mitgliedern!

Natürlich kam das nicht von selbst: Mit Ideenreichtum und Tatkraft organisierte Helmut Stracke – unterstützt von einem schlagkräftigen Vorstand – zahlreiche Veranstaltungen: Fahrten, Wanderungen, Feiern, und, und, und... Besonders hervorzuheben sein Mitwirken als Sprecher des Südwestfälischen Knappenrings bei den „Knappentagen auf Zeche Nachtigall“, an deren Ausrichtung er maßgeblich beteiligt war – gemeinsam mit Werner Jacob, der ihm heute seit auch schon genau 20 Jahren als Mitstreiter zur Seite steht.

Das alles und noch viel mehr ist nachzulesen in dem Bildband „Hammerthaler Knappenverein – Eine Chronik“

Mir bleibt nur, Ihnen, lieber Herr Stracke, den Dank und die Anerkennung unserer Stadt Witten für Ihr beispielhaftes, ehrenamtliches Engagement zur Bewahrung der bergmän-nischen Traditionen in unserer Region zu übermitteln – ausdrücklich auch im Namen unserer Bürgermeisterin Sonja Leidemann, die heute zu ihrem Bedauern verhindert ist, das selber zu tun.

Mit den besten Wünschen für die Zukunft schließe ich –wie ich begonnen habe – mit

 „Glück auf!“

Beate Gronau
stellvertretende Bürgermeisterin

Ehrung Wilhelm Buer

 

Vor Eintritt in die Tagesordnung nahm der scheidende Vorsitzende noch eine Ehrung vor: geehrt wurde Wilhelm Buer für 25jährige Mitgliedschaft.

Von links: Norbert Chur, Helmut Stracke, Frank Jakob

 

Sodann folgte die Wahl der Nachfolger: Norbert Chur und Frank Jakob werden nunmehr als „Doppelspitze“ die Aufgaben des Vorstandsvorsitzen wahrnehmen. „Glück auf!“