Fahrt in den Harz

Hammerthaler Knappenverein Witten

Fahrt in den Harz

Petrus war mit im Bunde, schönes Wetter war daher vorprogrammiert. Der Vorsitzende Helmut Stracke begrüßte die Teilnehmer und freute sich, dass kein Platz im Bus leergeblieben war.

Der Organisator Jürgen Hummerich geizte nicht mit seinem Vorrat an alkoholischen Getränken, sein Deputat schien unerschöpflich. So wurde schon die Busfahrt zu einem Erlebnis, die Stiepeler Knappen waren sofort integriert. Zur Frühstückspause wurde leckere Fleischwurst im Brötchen serviert, gesponsert vom Verein. Die erste Anlaufstelle war Goslar, eine wunderschöne Stadt mit alten Fachwerkhäusern, einer sehenswerten Uhr, die alle vier Stunden bei einem Rundlauf der Knappen das .Steigernd spielte. Auf dem Schloss wurde an fiesem Tage sehr oft geheiratet, immer wieder wurden Brautpaare von den Mitreisenden fotografiert.

Hauptpunkt des Tages war die Besichtigung des Bergbaumuseums Rammelberg, das zum Weltkulturerbe zählt. Mit der Qrubenbahn fuhren wir ein, dann wurde die Arbeit des Bergmanns anschaulich dargestellt. Wie mühsam die Arbeit unter Tage war und auch wie gefährlich konnte man gut nachvollziehen. Mit Lautstärke, Nässe, Schmutz hatten die Bergleute zu kämpfen und schwer war die Arbeit auch, die Lebenserwartung ebenso. Viele waren froh, das Tageslicht wieder zu sehen. Das Hotel in Wernigerode ließ keine Wünsche offen, alle fühlten sich pudelwohl. Die Altstadt machte einen gepflegten Eindruck. Die Fachwerkhäuser - zum größten Teil blumengeschmückt - waren eine Wohltat für die Augen. Auch das Wernigeröder Bier mundete allen gut. Hier ließen es sich alle gut gehen. Wer wollte, konnte zum Schloss gehen oder fahren. Für den nächsten Tag war eine Harzrundfahrt vorgesehen. Zunächst ging es nach Quedlinburg. Hier war das alte Rathaus mit dem Marktplatz - ebenfalls die vielen Fachwerkhäuser - zu bewundern. Die Stiftskirche mit dem Domschatz war Ziel einiger Mitreisender. Weiter ging es zum Hexentanzplatz mit der wunderbaren Aussicht. Auch Andenken-Hexen wechselten ihren Besitzer. Einige Ausflügler hatten sich am Morgen bereits abgesetzt, um auf den Brocken zu fahren und dort die Aussicht zu genießen. Aber auch von diesem vollen Programm ließen sich die Knappen nicht abschrecken. Nach dem Abendessen ging es noch lange „hoch her". "Am nächsten Tag zeigte uns ein sehr kompetenter Stadtführer seine Stadt Wernigerode (rechts), die sich so sehr verändert hat. Der Knappenverein war vor 15 Jahren schon einmal hier. Man kann nur staunen. Nach einem Abstecher nach Göttingen endete unsere Jahresfahrt 2014.

Christel Stracke